{MAMA-LEBEN} „Das wird schon.“ ― Wie ich konstruktiv mit Problemen umgehe

 

Ein Wissenschaftler beobachtete einen Schmetterling, der sich abmühte, sich durch die schmale Öffnung seines Kokons zu „quetschen“. Irgendwann bekam er Mitleid mit dem Tier und vergrößerte mit einem Messer das kleine Loch. Der Schmetterling konnte nun schnell und leicht hindurch schlüpfen, aber: Seine Flügel waren viel zu winzig; er konnte nicht fliegen. Denn erst dadurch, dass sich der Schmetterling durch die Enge schiebt, werden seine Flügel aus dem Körper herausgedrückt.

 

„Dort, wo immer die Sonne scheint,
ist meistens Wüste.“

— Arabisches Sprichwort

 

Natürlich fühlt es sich schön an, wenn die Sonne scheint und Du ihre Wärme genießen können. Doch den Boden nährt der Regen; erst mit ihm kann Wachstum passieren. — Probleme und Krisen sind wichtig. Sie bedeuten eine Chance zur Veränderung. Denn sehr oft musst Du, wenn Probleme auftauchen, deine Komfortzone verlassen. Du musst durch sie hindurch gehen, aktiv und kreativ werden, schöpferisch handeln, damit Du zum Schmetterling werden und dich entfalten kannst. So wird ein Problem zu einer Herausforderung, zu einem Geschenk.

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Ich denke, für alle Lebenskrisen — mit Ausnahme von lebensbedrohlichen Krankheiten und schweren Schicksalsschlägen — gilt: Nicht die missliche Lage ist das eigentliche Problem, sondern die Art, es zu betrachten. Das, was außerhalb von dir passiert und wie Du es bewertest und innerlich darauf reagierst, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Du wirst niemals alle Geschehnisse kontrollieren können, niemals Frustration vermeiden können, aber Du kannst lernen, deine Energie, die du nutzen würdest, um den Problemzustand aufrecht zu erhalten, dafür zu verwenden, eine Lösung zu finden.

Wenn Du dich emotional und gedanklich von einem Problem gefangen nehmen und fesseln lässt, dann wirst Du bewegungs- und handlungsunfähig. Wenn Du aber beginnst, dich auf die Lösung zu konzentrieren, verliert das Problem seine Macht über dich. Dann verwandelt sich Frustration in Faszination und Du bist begeistert von den Möglichkeiten und Chancen, die Du in dem Problem entdecken (kannst).

 

„Es ist nicht die Last, die dich bricht,
sondern die Art, wie du sie trägst.“

— Unbekannter Verfasser

 

Probleme sind nicht endgültig. Auch wenn es sich in dem Moment einfach blöd anfühlt, sind Probleme nicht deine Bestimmung. Zwar hast Du dich mit deiner Entscheidungen in die jeweilige Situation gebracht, aber Du hast ebenso die Kraft, mit anderen Entscheidungen selbst auch wieder aus dieser herauszukommen. du bist nicht „Opfer deines Lebens“, aber deine Krisen werden zu deinem Schicksal, wenn Du daran glaubst und danach handelst, dass es keinen Ausweg für dich gibt. 

 

„Der beste Weg heraus
ist immer hindurch.“

— Frei nach Robert Frost

 

Bevor ich mich daran mache, mit meinem Problem zu arbeiten, gebe ich mir Zeit, dieses anzunehmen. Was passiert ist, ist passiert. Es ist nicht mehr zu ändern. Es ist nun, wie es ist. Und das ist okay. ― Ich erkenne an, dass ich mich selbst in die Situation gebracht habe, dass dies seine Gründe hatte. Ich mache mir keine Vorwürfe oder gebe anderen die Schuld, sondern bleibe bei mir und spüre in mich hinein, wie es mir geht, wie ich mich fühle. Dieser Prozess kann unterschiedlich lang dauern. Ich will ihn nicht beschleunigen, trotzdem bemühe ich mich, mich nicht von dem Problem fesseln und mir meine Energie rauben zu lassen. Dann konzentriere ich mich auf die folgenden Fragen:

Was ist gut an diesem Problem?! — Ich liebe diese Frage, weil sie mir erlaubt, einen Perspektivwechsel vorzunehmen. Welche positive Lehre könnte in dem Problem für mich enthalten sein, welche neuen Möglichkeiten könnten sich durch das Problem und seine Lösung für mich ergeben?!

Was ist in meinem Leben noch nicht „rund“, so dass dieses Problem überhaupt auftreten konnte?! — Hier richte ich meinen Blick zurück und betreibe Ursachenforschung. Jedoch ohne mich selbst als Opfer zu sehen und die Schuld auf andere zu schieben. Darüber komme ich dann zu der Frage, was ich zukünftig tun kann, um nicht mehr in diese Lage zu kommen. So finde ich nicht nur eine Lösung für den Moment, sondern schaffe langfristig einen Rahmen, in der das Problem nicht mehr auftreten kann.

Welche Lösungen gibt es?! Und welche Lösung passt am besten zu mir und zu meiner Situation?! — Hier werde ich kreativ, schaue über den Tellerrand hinaus und befrage auch gern mal andere „Experten“. Dabei bemühe ich mich, mich bei meinen Schilderungen auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich möchte kein Mitleid erhalten, sondern Ideen oder einen Rat. (Sehr ausschweifend über Probleme zu sprechen, wirkt auf diese oft wie Dünger auf Unkraut.)

 

„Es wird nicht leichter.
Du wirst besser.“

— Unbekannter Verfasser

 

Manche Probleme tauchen immer wieder auf oder Du hast an ihnen länger zu knabbern. Manchmal serviert dir das Leben, das Universum immer wieder dieselben Krisen. Nicht, um dich zu bestrafen, sondern um dir eine Erkenntnis, eine Lehre mitzugeben. — Du kannst vor deinen Problemen nicht davon laufen; sie holen dich ein. Zuerst kommen die leisen Töne, dann kommen die lauten, wirklich schmerzlichen Signale, solange bis Du ihren Sinn verstanden hast. Erst dann brauchst Du bestimmte Erfahrungen nicht mehr.

Keine Probleme zu haben, heißt nicht, glücklich zu sein. — Du wirst immer wieder Problemen begegnen. Und das ist gut so, denn Krisen sind deine Freunde. Und eigentlich solltest Du regelrecht nach ihnen suchen, um neue Wege zu finden, dich weiterzuentwickeln, dich selbst noch mehr zu erkennen. Es fühlt sich toll an, gestärkt und mit neuen Fähigkeiten aus einer Krise hervorzugehen. Und dankbar zu sein.

 

 

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