{NACHHALTIG LEBEN} SIEBEN UND MEHR IDEEN FÜR WENIGER PLASTIKMÜLL

 

Plastik ist schon an sich ein großes Umweltproblem: Weil es erstens meist auf Basis des immer knapper werdenden Rohstoffs Erdöl hergestellt wird und zweitens nicht biologisch abbaubar ist. Es zerfällt lediglich unter der Einwirkung von UV-Strahlen oder wird zerrieben und wird damit zu einem noch größeren Problem: Mikroplastik. — Bereits jetzt befinden sich in unseren Weltmeeren unvorstellbare Mengen an Plastikmüll. Es wird geschätzt, dass über fünf Billionen (!!!) Plastikteile im Meer schwimmen. Von riesigen Planen und sogar Gewächshäusern bis hin zu winzigen Partikeln, die mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen sind, „lagert“ in unseren Ozeanen nahezu alles, was unsere moderne Gesellschaft an Plastikprodukten jemals hervorgebracht hat. Und jeden Tag gelangt mehr Müll dort hinein.

Die größte Müllansammlung ist der so genannte Great Pacific Garbage Patch im Gebiet des Nordpazifikwirbels. Dort schwimmt Plastik auf einer Fläche, die dreimal so groß ist wie Frankreich. Nicht nur an der Meeresoberfläche, sondern auch bis hinab in die Tiefsee. — Für den Müll fühlt sich leider niemand so richtig zuständig, allerdings gibt es ein paar vielversprechende Projekte, wie z.B. The Ocean Cleanup oder das Pacific Garbage Screening, die die Ozeane im großen Stil vom Plastikmüll befreien wollen. Deshalb bist Du, sind wir alle gefragt, die Welt jeden Tag ein kleines Stück besser zu machen.

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1. Nimm dir (Stoff-)Beutel mit zum Einkaufen. — Du solltest, ganz egal, ob für Obst, Gemüse, Backwaren oder deinen gesamten Einkauf, wiederverwendbare (Stoff-)Beutel benutzen, statt deine Lebensmittel in kleine, dünne Plastiktütchen von der Rolle zu verpacken. (Übrigens gibt es auch diese praktischen Netze, in denen Du auch zu Hause deine Produkte weiter aufbewahren kannst.)

 

2. Kauf’ deine Produkte in Glas und Papier verpackt oder besser noch unverpackt ein. — Auch in „normalen“ Einkaufsmärkten finden sich sehr viele Artikel, die nicht in Plastik eingehüllt sind. Milch, Joghurt und zum Teil auch Frischkäse, Tomatensaucen, eingewecktes Obst und Gemüse gibt es im Glas; Nudeln, Haferflocken, Salz, Mehl, Zucker, Semmelbrösel und noch so vieles mehr sind häufig in Pappe bzw. Papier verpackt.

Außerdem gibt es bereits in vielen Städten Unverpackt-Läden, wie z.B. hier bei uns in Jena das JENINCHEN. Dort findest Du Grundnahrungs- und Genussmittel, frisches Obst und Gemüse sowie Kosmetikartikel, Haushaltsreiniger und vieles mehr ohne Verpackung direkt zum Abfüllen.

 

3. Setz’ auf wiederverwendbare Produkte. — Tatsächlich gibt es viele wiederverwendbare Produkte, die sogar ganz ohne Plastik auskommen. Oft sind die Artikel in der Anschaffung erstmal teurer, aber über die Zeit rechnet sich die Investition. So sparst Du nicht nur Müll, sondern auch Geld. Hast Du z.B. schon von wiederverwendbaren Ohrenstäbchen, AbschminkpadsKaffeefiltern oder wiederverwendbarer Monatshygiene oder gehört?!

 

4. Verzichte auf Kosmetika mit Mikroplastik. — Als Mikroplastik werden Plastik-Partikel bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Mikroplastik wird zum einen gezielt industriell hergestellt, um dann z.B. als feine Kügelchen in Peeling, Duschgelen, Shampoos, Sonnencremes, aber auch in Reinigungsmittel Verwendung zu finden. Zum anderen entstehen die winzigen Plastikteilchen auch, wie bereits oben erwähnt, wenn größere Kunststoffteile mit der Zeit zerfallen.

(Mikro-)Plastik enthält selbst Schadstoffe und wirkt auf Giftstoffe wie ein Magnet, sodass sich weitere Umweltgifte an lagern. Bei (Meeres-)Lebewesen, die (Mikro-)Plastik aufnehmen, konnten z.B. physiologische Störungen, Tumorbildungen und erhöhte Sterberaten beobachtet werden. — Für unsere Gesundheit ist das ebenfalls äußerst bedenklich: Denn über die Nahrungskette sowie die kaum kontrollierbare Ausbreitung in der Umwelt landet Mikroplastik inzwischen auch auf unseren Tellern bzw. in unseren Gläsern. So konnte Mikroplastik neben Fisch bereits in Honig, Bier und Salz nachgewiesen werden.

Produkte, die Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyamid (PA) oder Polyethylenterephtalat, aber auch Nylon-12, Acrylates Copolymer oder Acrylate Crosspolymer enthalten, solltest Du einfach im Regal stehen lassen. — In zertifizierter Naturkosmetik ist Mikroplastik als Inhaltsstoff nicht zugelassen; und auch sonst keine Kunststoffe oder erdölbasierten Inhaltsstoffe. Willst Du noch mehr Plastik einsparen, könntest du Öl, z.B. Sonnenblumen-, Mandel-, Kokos- oder auch Olivenöl, anstatt einer Body-Lotion, eine schöne Seife anstelle von Duschgel und Shampoo, eine Gesichtsbürste anstatt Peeling verwenden oder dir eine Maske aus Heilerde selbst herstellen.

 

5. Trink’ Leitungswasser aus der Glasflasche.Erste Forschungen aus Deutschland konnten zeigen, dass bereits Mineralwasser aus der Einweg-, Mehrweg-Plastikflasche und TetraPaks, aber auch aus der Glasflasche Mikroplastik enthält. Erste Studien wollen zwar auch Mikroplastik in Leitungswasser entdeckt haben, dennoch scheint Leitungswasser immer noch die bessere Alternative zu sein. Wenn Du Leitungswasser trinkst, tust Du also nicht nur deiner Gesundheit etwas Gutes, Du sparst dir auch die Schlepperei schwerer Wasserkisten/-packs und schonst die Umwelt.

 

6. Mach’ Schluss mit Mikroplastik aus deiner Kleidung. — Kunstfasern, wie z.B. Lycra, Nylon oder Polyester, sind heute in fast jedem Kleidungsstück enthalten. Mit jeder Wäsche brechen winzige Faserstücke, also Mikroplastik, davon ab. Mit dem Abwasser gelangen diese nach der Klärung in die öffentlichen Gewässer. Was im Einzelfall gering erscheint, ist — global betrachtet — ein riesiges Problem: Allein in einer Stadt wie Berlin kommt so pro Tag (!!!) Mikroplastik in einer Grössenordnung von 540.000 Plastiktaschen im Abwasser zusammen.

Der GUPPYFRIEND WASCHBEUTEL, entwickelt von zwei innovativen Köpfen aus Deutschland, ist die erste pragmatische Lösung, die verhindert, dass Mikroplastik-Fasern durch das Waschen in Flüsse und Meere gelangen. Die abgebrochenen Fasern lagern sich nach dem Waschen in den Ecken des Waschbeutels, der übrigens selbst kein Mikroplastik frei setzt, ab und können einfach entfernt und entsorgt werden.

 

7. Reinige deinen Haushalt (möglichst) natürlich. — Wenn Du dich in Drogerien umschaust, bekommst auch Du sicher das Gefühl, dass es unheimlich viel braucht, um die Wohnung zu putzen. Schließlich gibt es für jedes Problem einen speziellen Reiniger. Tatsächlich aber kriegst Du allein mit den Hausmitteln Natron, Waschsoda, Essigessenz bzw. Zitronensäure und Kernseife, die Du ebenfalls unverpackt einkaufen kannst, so ziemlich alles blitz-blank sauber. Ein Esslöffel Essigessenz (oder ein Teelöffel Zitronensäure) ergibt zusammen mit 300 Milliliter Wasser einen wunderbaren Allzweckreiniger. Kombiniert mit Natron erhältst du eine wirksame Scheuermilch. 

Aus den genannten „Zutaten“ kannst Du übrigens auch Dein Waschmittel selbst herstellen. Es gibt verschiedene „Rezepte“  im Internet; probier’ einfach aus, was am besten für Dich passt. — Falls Du jedoch auf den Duft frisch gewaschener Wäsche nicht verzichten magst, solltest Du unbedingt zu Waschpulver greifen. Es hat nicht nur eine höhere Waschkraft bei weniger Verbrauch, es enthält auch weniger Konservierungsstoffe. Und: Viele Waschpulver sind sogar in Pappe verpackt.

 

 

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