{PERSÖNLICHE GEDANKEN} Sei stolz auf dich und dankbar für all das Glück, das dich umgibt

 

Es ist noch nicht so lange her, da wurden in Krabbelgruppen und auf Spielplätzen eifrig Kinder miteinander verglichen: „Also, MEINER dreht sich ja schon auf den Bauch.“ — „Ach, jetzt erst? MEINE krabbelt ja schon.“ — „Ehrlich? Also, MEINER zieht sich ja schon hoch.“

Kinder zu vergleichen, das ist doof. Das wissen wir jetzt. Die Psychologie sagt das. Und die Pädagogik auch. Kein Kind entwickelt sich nach „Schema F“. Jedes ist einzigartig, hat seinen „inneren Bauplan“ und macht einen Entwicklungsschritt in seinem Tempo, wenn es bereit dafür ist. Jedes ist „Baumeister seiner selbst“, wie es Maria Montessori so schön gesagt hat. — Indem Du dein Kind mit anderen misst, lenkst Du deinen Fokus weg von den Stärken und Potentialen deines Kindes hin zu Schwächen und Defiziten. Auf das, was erst noch werden muss. Und nicht SEIN darf.

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Höher. Schneller. Weiter. Um den Erwartungen der Erwachsenenwelt gerecht zu werden. Um geliebt zu werden. — Das setzt Kinder unter Druck. Manche Leute sagen ja, nur unter Druck entstehen Diamanten, andere sagen aber auch, unter Druck wird Ton zu Matsch. Kein Kind muss ALLES können, aber jedes Kind kann ganz vieles richtig gut.

Kinder vergleichen, das machen wir also mal lieber nicht mehr. Dafür vergleichen wir jetzt uns. Als Mütter, als Frauen: „Was? Du hast nur zwei Jahre gestillt?“ — „Wie? Euer Kind schläft nicht mit bei euch im Bett?“ — „Achso? Du benutzt Wegwerfwindeln?" — „Ach? Du hast nicht getragen?“ — „Echt? Du kaufst Gläschen und kochst nicht selbst?“

In meinen Shootings fällt mir immer wieder auf, mit wie viel Liebe unsere Kinder ihre Mütter ansehen. (Die Männer schauen ihre Frauen übrigens auch sehr verliebt an.) Den Kindern ist es so schnurz-piep-egal, ob die Haare ihre Mama frisch geschnitten sind oder sie vor einem Jahr das letzte Mal beim Frisör war. Ob sie die sieben Kilo nach der Geburt noch über hat oder schon wieder rank und schlank sind. Ob sie den Kuchen selbst gebacken oder ihn vom Bäcker um die Ecke geholt hat. — Die Kinder sehen in ihren Müttern das, was wirklich zählt, dabei ist das, worauf es ankommt, eigentlich unsichtbar. Für dein Kind bist Du nicht vollkommen, aber genau richtig. So wie Du bist.

„Schön ist eigentlich alles,
was man mit Liebe betrachtet.“

— Christian Morgenstern

Ich wünsche mir, dass wir Mütter uns mit den Augen unserer Kinder sehen (könnten). Dass wir uns ebenso gütig und voller Liebe betrachten, uns nicht vergleichen mit anderen und zu uns stehen. Und dass wir dankbar sind, für all das Gute in unserem Leben; für all das Glück, das uns umgibt; für all die vielen Kleinigkeiten, die jeden Tag zu einem schönen Tag machen. — Und ich wünsche mir, dass ich „meinen“ Müttern, die ich fotografieren darf, dieses Geschenk machen kann, sich einmal aus dieser (kindlichen) Perspektive zu sehen. Mit Liebe. Nicht perfekt sein zu müssen, sondern einfach nur die beste Mutter zu sein, die sie sein können.

 

 

Habe ich dich neugierig gemacht, hast Du Fragen oder Anregungen?! Sagt dir dein Bauch, dass ich genau die richtige Fotografin für dich sein könnte oder einfach genau die Mama, mit der Du mal einen Kaffee trinken möchtest?! Dann freue ich mich riesig auf deine Nachricht über das Kontaktformular, per Mail an hallo@karolinroegner.com sowie via WhatsApp oder ― ganz altmodisch ― übers Telefon unter 0151 65105246.